WEITERBETRIEB: DURCH EXPERTISE MÖGLICH!
 
Die Betriebszeit einer Windenergieanlage/eines Windparks, kann mit der Prüfung auf Weiterbetrieb nach Ablauf der Entwurfslebensdauer verlängert werden. Voraussetzung zum Weiterbetrieb ist der Nachweis, dass die WEA auch zukünftig sicher betrieben werden kann und die Standsicherheit nach aktuellen Regelwerken gewährleistet ist. Wir analysieren die Typenprüfung und kontrollieren, ob sie nach Ablauf der ausgelegten Betriebsdauer weiterhin die gültigen Richtlinien erfüllt. Das Prüfverfahren gilt auch für Anlagentypen, deren Hersteller nicht mehr existent sind. Der Prozess zur Bewertung und Prüfung über den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen (BPW) gliedert sich in einen analytischen Teil (Ermittlung der rechnerischen Restnutzungsdauer, Komponentenweise) und einen praktischen Teil (Inspektion vor Ort) und folgt damit den „Grundsätzen für die Durchführung einer Bewertung und Prüfung über den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen an Land“ des BWE. Das Ergebnis der Prüfung zum Weiterbetrieb wird in einer gutachterlichen Stellungnahme erläutert und die Lebensdauerreserve in einem Zertifikat bestätigt.
Im analytischen Teil wird rechnerisch ermittelt, wann die Lastabtragenden Komponenten die Grenzen ihrer Lebensdauer erreichen. Es werden die tatsächlich aufgetretenen Belastungen mit den Belastungen unter den Auslegungsbedingungen, für die der Hersteller die Anlage geplant und die Bauteile dimensioniert hat, verglichen und daraus die Restnutzungsdauer berechnet. Dabei fließen auch Stillstandzeiten, Ertragsergebnisse und Laufzeiten in die Berechnungen mit ein. Grundlage zur Simulation der Standortlasten ist dabei ein Turbulenzgutachten, welches der Analytik beizustellen ist. Auf diese Weise lassen sich sowohl aus einem möglichen Weiterbetrieb resultierende Lasten, als auch die Lasten gemäß Auslegungsbedingungen simulieren. Mit dieser Methode und unserer Erfahrung kann die Lebensdauerreserve der WEA komponentenweise präzise ermittelt und der Zeitraum für einen sicheren Weiterbetrieb bestimmt werden. Nach dem Prinzip des schwächsten Gliedes in der Kette, werden damit zusätzlich Möglichkeiten eines Komponententausches aufgezeigt.